Canidae

Eine tolle Dokumentation, die ich nur empfehlen kann...

Hunde - Eine faszinierende Tierfamilie
Deutsche Erstausstrahlung: 10.01.2018 ServusTV Deutschland
Original-Erstausstrahlung: 13.07.2017 Sky One (Englisch)

Der Biologe Patrick Aryee reist rund um die Welt, um der Evolutionsgeschichte des Hundes nachzuspüren. Wie konnte es kommen, dass aus einem scheuen Raubtier der sprichwörtliche beste Freund des Menschen wurde?

Hunde waren die ersten wilden Tiere, die der Mensch gezähmt und deren natürliche Instinkte er sich zu Nutzen gemacht hat. So wurden sie zu treuen Gefährten, Helfern und Beschützern des Menschen. Der Biologe Patrick Aryee beschäftigt sich mit dieser außergewöhnlichen, 36 Arten zählenden Tierfamilie, zu der auch Füchse, Kojoten und Wölfe gehören. Um deren spannende Evolutionsgeschichte zu erforschen, reist Aryee in die Mongolei. Hier verlassen sich seit tausenden von Jahren nomadische Hirten auf die Schutz- und Hütequalitäten des Bankhars. In den Wüstenregionen des Mittleren Ostens hingegen setzte das Volk der Beduinen auf die Schnelligkeit und das Jagdtalent ihres domestizierten Gefährten, des Saluki. Heutzutage kommt dieser persische Windhund hauptsächlich bei hochdotierten Rennen zum Einsatz und ist so zu einer Art Statussymbol seiner Besitzer geworden. Aber es gibt noch zahllose andere Eigenschaften, die der Mensch zu schätzen lernte. Der kanadische Eskimohund ist aufgrund seines stabilen und kraftvollen Körpers in der Lage erstaunliches Gewicht zu ziehen. Diese Fähigkeit nutzt der Mensch seit Jahrhunderten um mit Schlitten große Entfernungen zu bewältigen. Das Metier des Neufundländers dagegen ist das Wasser, er hat sich mit Schwimmhäuten zwischen den Pfoten und seinem wasserabweisenden Fell perfekt ans kalte Nass angepasst und hilft den Fischern ihre Netze zu sammeln und die Boote an Land zu ziehen. In Utah begegnet Aryee schließlich dem Border Collie, der sich aufgrund seiner Willensstärke, Ausdauer und Intelligenz hervorragend für die Treibarbeit mit Kühen und Schafen eignet. Doch so unterschiedlich all diese Hunde in den verschiedensten Regionen der Erde auch sein mögen, sie haben zu 98,8% immer noch den Ur-Wolf in sich.

 

Der Biologe Patrick Aryee begibt sich auf Spurensuche nach Nord- und Südamerika. Hier begann vor über 6 Millionen Jahren die Geschichte unseres Haushundes. Aryee beobachtet junge Wölfe, die bereits im Welpenalter durch ihre Intelligenz und ihr ausgeprägtes Sozialverhalten innerhalb des Rudels beeindrucken. Der Polarfuchs dagegen überrascht mit einer perfekten Anpassung an seine eher unwirtliche Umgebung. Er wechselt die Farbe seines Pelzes entsprechend den Jahreszeiten, sein Fell ist sogar besser isoliert, als das eines Eisbären. Selbst gegen arktische Temperaturen von bis zu unglaublichen -70 Grad ist er bestens gewappnet. Den Graufuchs zeichnet eine ganz andere erstaunliche Fähigkeit aus er ist der einzige Hund, der auf Bäume klettert. Eine Begegnung der besonderen Art hat Aryee mit dem König der Hunde, dem Grauen Wolf. Dieser clevere Jäger und vor allem ausgezeichnete Läufer kann bis zu 60 km/h schnell laufen. In den Regenwäldern Brasiliens gewinnt Aryee schließlich mit Hilfe einer speziellen Kamera spannende Einblicke in die Lebensweise eines besonders seltenen und geheimnisvollen Einzelgängers, des Kurzohrfuchses. So verschieden die große, wilde Hundefamilie auch sein mag, kurioserweise steckt deren DNA auch heute noch zu 98,8% in jedem ihrer domestizierten Artgenossen.

 

Der Biologe Patrick Aryee reist nach Asien und Afrika. Der Klimawandel vor ca. 6 Millionen Jahren ermöglichte es der großen, wilden Hundefamilie neue Kontinente zu erobern und ihre Evolutionsgeschichte so stetig weiterzuführen: Wie der Rotfuchs – ein wahrer Akrobat der Jagd. Aufgrund seines fantastischen Gehörs ist er in der Lage, seine Beute selbst unter einer zentimeterdicken Schneedecke zu orten und sie mit spektakulären Sprüngen, kopfüber in die weiße Pracht, zu erlegen. Der Marderhund hingegen ist gewiefter Eierdieb, kein Nest ist vor ihm sicher. Mit seinen kurzen Beinen und seinem besonders ausgeprägten Geruchssinn ist er perfekt für seine Raubzüge in den Wäldern und Regionen mit viel Unterholz ausgestattet. Der Löffelhund dagegen unterscheidet sich von anderen Wildhunden vor allem durch seine bevorzugte Nahrung, denn diese besteht hauptsächlich aus Termiten. Mit seinen riesigen Ohren, die ihm hervorragende Dienste beim Aufspüren von Insekten erweisen, ist er bestens gerüstet. Den Afrikanischen Wildhund beobachtet man besser aus sicherer Entfernung. Mit ein paar unkonventionellen Tricks gelingen Aryee besonders spannende Einblicke in die Lebensweise des größten wildlebenden Hundes der afrikanischen Savanne. Dessen Stärke liegt in der Rudeljagd, dort erweist er sich als richtiger Teamplayer und ist immens effizient. In den unwirtlichen Sandwüsten Nordafrikas trifft der Biologe auf den kleinsten aller Wildhunde, den Wüstenwuchs. Dieser hat sich mit seinen großen Ohren, die ihm bei der Wärmeregulation helfen, perfekt an das heiße Wüstenklima angepasst. An der Skelettküste Namibias begegnet Aryee schließlich einer besonders ausgefuchsten Art, dem Schakal. Dieser schafft es sogar einer schlafenden Hyäne deren Beute abzuluchsen.